eine leere wand ist ein schweigsames bild

Theresa Nägele:

Hermann Benkowitz lässt uns hinter seine vier Wände blicken. Er ermöglich uns somit, ihn von seiner ganz private Seite kennenlernen zu können.

Was gibt es Persönlicheres als jemanden hinter seine vier Wände blicken zu lassen? Denn durch das ganz private Umfeld einer Person kann man sehr viel über diese erfahren. Bei diesem Buch reicht es genau aus diesem Grund nicht aus, wenn man es einfach nur durchblättert. Wer es vor sich hat, merkt sehr schnell, dass er tiefer in die einzelnen Seiten eintreten muss. Er klappt die »Wände« aus, um in ein fremdes Leben hineinblicken zu können. Man betritt jeden einzelnen Raum und muss ihn wieder verlassen, um noch mehr über diese eine Person erfahren zu können. An den Wänden hängen Familienfotos, die für Hermann sprechen, ohne dass man diese zusätzlich erklären muss, denn die Bilder sprechen eine ganz eigene Sprache und lassen dem Betrachter Raum für ihre Interpretation des Geschehenen aus vergangener Zeit. Der zweite Teil dieses Buchs informiert über die Zeit in der Hermann gelebt hat, er erlebte beide Weltkriege hautnah mit und hat uns einige wichtige und persönliche Dokumente aus diesen Jahren in seinem Nachlass hinterlassen.

Betreuender Professor:
Prof. Brian Switzer