dicht dran und nicht ganz dicht

Marco Wassmer:

Weshalb genau laufen erwachsene Menschen nachts durch den Wald, um nach Plastikdosen zu suchen, in denen sie sich verewigen können? Wer macht dies und was treibt ihn an? Oder: Wie wird man zu einem dieser angeblich »Verrückten«?

Aufgabe
Das weltweite gespielte Spiel Geocaching erfreut sich wachsender Beliebtheit.
Viele Spieler betreiben ihr Hobby exzessiv und werden dafür häufig von ihren Mitmenschen, als »Verrückte« abgestempelt. Aus diesem Grund reden viele der Spieler nicht offen über ihr Hobby. Weshalb genau laufen erwachsene Menschen nachts durch den Wald, um nach Plastikdosen zu suchen, in denen sie sich verewigen können? Wer macht dies und was treibt ihn an? Oder: Wie wird man zu einem dieser angeblich »Verrückten«?

Idee
Teil der Arbeit ist ein Selbstversuch. Eine Dokumentation in Buchform gibt Einblicke in diese unbekannte Welt. Die Arbeit zeigt, wer das Spiel spielt und aus welcher Motivation heraus. Sie schildert, wie das Spiel funktioniert, welche Anreize es bietet und ab welchem Punkt es überzeugen kann, es intensiv zu betreiben. Die aktive Teilnahme am Spiel zeigt außerdem, was es heißt sich in eine neue, unbekannte Gemeinschaft einzufügen. Zu einem gelebten Hobby sollte man auch Haltung beziehen können.

Lösung
Das Buch ist Unterhaltungsliteratur und Nachschlagewerk gleichermaßen. Auf drei Ebenen werden Spieler und Spielwelt erklärt, ergänzt durch die Erfahrungen eines Selbstversuchs. Ähnlich einer Karte muss es aufgefaltet und eingeordnet werden. Es schildert die Schwierigkeiten des Eindringens in eine eingeschworene Gruppe. Äußerlich schräg nimmt das »Verrückte« inhaltlich von den schrägen zu den geraden Seiten ab. Das Buch nimmt aktuell auch am Spiel teil und reist durch die Welt, um gelesen zu werden.

Betreuende Professoren:
Prof. Valentin Wormbs, Prof. Andreas P. Bechtold

Auszeichnungen / Veröffentlichung:
2. Platz Jurypreis Konstanz

www.marcowassmer.de